Was ist Testosteron?

 

Testosteron ist das primäre Sexualhormon im männlichen Körper. Es wird in den Leydingzellen der Hoden hergestellt, wobei die produzierte Testosteron-Menge im Lauf des Lebens variiert. Die Testosteron-Ausschüttung ist während der Pubertät am höchsten und nimmt im Alter ab. Ohne eine ausreichende Menge an Testosteron kann das männliche reproduktive System nicht funktionieren.

 

Prinzipiell unterscheidet man bei Testosteron zwischen zwei primären Wirkungen: der androgenen Wirkung von Testosteron und der anabolen Wirkung von Testosteron. Die androgene Wirkung von Testosteron ist grob gesagt für die Entwicklung und Aufrechterhaltung männlicher Merkmale und Charakteristika verantwortlich, wogegen die anabole Wirkung von Testosteron einen Aufbau von Körpergewebe – primär Muskelgewebe – bewirkt. Dies sind natürlich nur grobe Verallgemeinerungen der Testosteron-Wirkungen, wie die folgenden, detaillierteren Beschreibungen der androgenen und anabolen Eigenschaften von Testosteron zeigen werden.

 

 

 

Testosteron wird beim Mann in den Leydig-Zellen des Hodens gebildet und beeinflußt Wachstum, Differenzierung, Libido, Potenz und viele weitere körperliche und geistige Funktionen. Eine weitere wichtige Testosteronquelle - auch bei Frauen und Kindern - ist die Nebennierenrinde.

 

Die Bildung von Testosteron beim Mann wird durch einen Regelkreis gesteuert, in dem das Hormon LH die Testosteronsekretion aus den Leydig-Zellen stimuliert. Umgekehrt hemmt im Sinne einer Gegenkoppelung im Plasma vorkommendes Testosteron mit steigender Konzentration zunehmend die LH-Sekretion aus der Hypophyse.

 

In peripheren Geweben wird Testosteron in das wirksamere Dihydrotestosteron umgewandelt.

 

 

 

Eigentlich ist es nur ein Hormon, aber sein Name taugt mitunter gar zum geschlechterpolitischen Kampfbegriff: Testosteron Enantat. Der Stoff macht Männer erst zu Männern - zumindest, was das gängige Klischee betrifft. Es steigert das sexuelle Verlangen, fördert dominantes Verhalten und auch Aggressionen.

 

Doch das ist offenbar nicht alles. Testosteron macht auch ehrlicher, wie ein Experiment von Bonner Forschern jetzt ergeben hat. Beim Würfelspiel logen Probanden mit erhöhtem Testosteronspiegel deutlich seltener als jene, die nur ein Placebo erhalten hatten, schreiben Armin Falk von der Universität Bonn und seine Kollegen in der Online-Fachzeitschrift "PLoS ONE".

An dem Versuch nahmen 91 gesunde Männer teil. 46 von ihnen wurden mit Testosteron behandelt, die Vergleichsgruppe bekam ein Placebo. Alle Testpersonen führten ein einfaches Würfelspiel in separaten Kabinen durch. Je höher die gewürfelte Augenzahl, desto größer war der Geldbetrag, den es als Belohnung gab.

 

Der Versuch war so konzipiert, dass die Probanden bei ihrer Eingabe in den Computer lügen konnten. Allerdings konnten die Wissenschaftler per Wahrscheinlichkeitsrechnung im Nachhinein feststellen, wie häufig in den Testgruppen durchschnittlich geschummelt worden war.

 


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